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Bauchschmerzen bei Histaminintoleranz: Bewährte Hausmittel

Über ein Drittel der Symptome bei Histaminintoleranz sind Bauchschmerzen; genauer gesagt, Magen-Darm-Beschwerden. Damit sind sie nach den Hautreaktionen die zweihäufigsten Beschwerden. Die Symptome treten oft ganz unvermutet auf, zum Beispiel können Schlafmangel oder Stress den Histaminabbau unbemerkt blockieren. Dann heißt es, schnelle, verträgliche Hilfe finden. Bewährte Hausmittel helfen, wenn Bauchschmerzen bei Histaminintoleranz auftreten. Je nach Ursache der Bauchschmerzen kommen unterschiedliche Hausmittel in Frage.

Bauchschmerzen bei Histaminintoleranz: Völlegefühl

Wenn der Gürtel zu eng wird und die angespannte Bauchdecke schmerzt, wünscht man sich rasche Entlastung. Gute Dienste leistet hier der Ingwer. Er stammt aus den Tropen und Subtropen. Wir importieren ihn aus zum Beispiel aus Vietnam, China, Japan oder Frankreich.

Die Ingwerwurzel wird in Gemüseabteilungen angeboten, weil sie gern als Gewürz in süßen und herzhaften Gerichten verwendet wird. Die Ingwerwurzel ist aber auch ein Hausmittel gegen Bauchschmerzen bei Histaminintoleranz. Sie hilft bei Völlegefühl und gegen Übelkeit. Ingwer schmeckt scharf-würzig. Er wird bei Histaminintoleranz von vielen Betroffenen gut vertragen. Empfehlenswert ist es, in einer beschwerdefreien Phase schon eine kleine Menge Ingwerwurzel zu probieren und die Reaktion zu testen. Stellt er sich als verträglich heraus, kann er bei Völlegefühl seine wohltuende Wirkung entfalten.

Ein Tee aus Ingwerwurzel ist rasch zubereitet.

  • 1,5 cm Ingwerwurzel schälen und in Scheiben schneiden.
  • Mit 1//4 Liter heißem, nicht mehr kochendem Wasser übergießen und fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. So heiß wie möglich trinken.

Wer es nicht ganz so scharf, sondern lieber etwas herb mag, bereitet sich einen Tee aus Schafgarbe zu:

  • 150 ml Wasser zum Kochen ringen und ein bis zwei Teelöffel Schafgarbenkraut dazugeben. Den Tee bedecken und fünf bis 10 Minuten ziehen lassen, danach durch ein Sieb gießen.

Schafgarbe ist ein einheimisches Wildkraut mit weißen Blüten, das auf Wiesen und an Wegrändern zu finden ist. Junge Pflanzen schmecken würzig, ältere Pflanzen leicht bitter.

Abdigest-histaminintoleranz

Bauchschmerzen bei Histaminintoleranz: Blähungen

Blähungen entstehen, wenn sich im Darm zuviele Gase angesammelt haben. Bevor diese entweichen, können Blähungen starke Bauchschmerzen auslösen. Mit speziellen Kräutertees kann man sich wirksame Linderung verschaffen.

Viele Menschen schwören auf Bohnenkraut zur Linderung von Blähungen. Meist wird es als Gewürz zu Fisch- und Fleischgerichten verwendet. Der Beiname „Pfefferkraut“ beschreibt treffend den leicht scharfen Geschmack.

Um sich die krampflösende Wirkung des Krauts zunutze zu machen, kann man sich auch einen Tee aus Bohnenkraut zubereiten:

  • 2 Teelöffel Bohnenkraut werden mit 250 ml heißem Wasser übergossen. Nach 10 Minuten trinkt man den Tee so warm wie möglich.

Da Bohnenkraut krampflösend wirkt, sollten Schwangere vor der Anwendung ihren Arzt befragen. Wer allergisch auf Beifuß reagiert, verträgt sehr wahrscheinlich auch Bohnenkraut nicht.

Wer Bohnenkraut im Garten anbauen will, entscheidet sich zwischen dem einjährigen „Sommerbohnenkraut“ und dem mehrjährigen „Winterbohnenkraut“. Je nach Erntezeitpunkt werden die Blätter (vor der Blüte) oder die Blüten geerntet und getrocknet oder eingefroren.

„Nicht-Gärtner“ kaufen das getrocknete Kraut in Gewürz- und Kräuterläden.

Ein weiteres Hausmittel bei Blähungen ist der Fenchel-Anis-Kümmel-Tee. Er verschafft fast sofort Linderung, weil seine Bestandteile sich gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken. Den Tee gibt es als Fertigmischung in Bioläden und Apotheken.

Tipp: Bioläden bieten die größte Sicherheit, dass die Teekräuter schonend angebaut und geerntet wurden und frei von Zusatzstoffen sind. Bei allen anderen Bezugsquellen sollte die Liste der Inhaltsstoffe genau unter die Lupe genommen werden.

Bauchschmerzen bei Histaminintoleranz: Durchfall

BetacurNicht nur unverträgliche Speisen können zum Durchfall führen, auch Stress, Schlafmangel oder eine ungewohnte Umgebung gehören zu den Auslösern. Das größte Problem ist der Flüssigkeitsverlust. Er sollte möglichst rasch ausgeglichen werden. Dazu eignen sich spezielle Produkte aus der Apotheke; sie sollten allerdings keine histaminhaltigen Bestandteile enthalten. Als „Erste Hilfe“ ist ein Glas Wasser mit etwas Kochsalz eine gute Lösung.  Tee aus getrockneten Heidelbeeren wirkt sanft stopfend und ist auch für viele von Histaminintoleranz Betroffene  bekömmlich.

Getrocknete Heidelbeeren werden in Reformhäusern und Apotheken angeboten. Für Heidelbeertee

  • 2 Teelöffel Heidelbeeren mit 150 ml Wasser überbrüht und 10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen.
  • Höchstens 4 Tassen täglich trinken.

So genannte „Durchfallstopper“ aus der Apotheke sollten nur kurzzeitig eingesetzt und nur nach Einnahmevorschrift verwendet werden.

Treten Bauchschmerzen oder Durchfall häufiger oder länger als drei Tage auf und kommen Fieber, Schwäche oder Blut im Stuhl dazu, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Tipp: Bei Bauchschmerzen wird in den meisten Fällen eine Wärmflasche oder ein warmes Körnerkissen als angenehm empfunden.

Bildnachweis: © asife – Fotolia.com

 

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