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Histaminbelastung - die täglichen Auswirkunge

Histaminbelastungen: Was die Unverträglichkeit von Histamin täglich mit uns anrichtet

Während Histamin in größeren Mengen bei jedem Menschen schwere, ja sogar lebensbedrohliche Krankheitszustände hervorrufen kann, reichen im Falle einer Unverträglichkeit von bereits kleine bis geringste Mengen, um ein individuelles Beschwerdebild zu verursachen. Dies kann sich in Verdauungsstörungen wie Durchfall, Bauchkrämpfen und Blähungen oder auch durch einen Migräneanfall äußern. In rund 15% aller Asthmaerkrankungen wird eine Histaminintoleranz als Ursache vermutet, genauso wie bei zahlreichen Fällen von niedrigem Blutdruck, Urtikaria (Nesselausschlag), Herzrhythmus-Störungen, Regelbeschwerden und vielen anderen Gesundheitsstörungen, die häufig falsch diagnostiziert und vorschnell als psychosomatisches Leiden abgetan werden.

Die Unverträglichkeit von Histamin in der Krankheitsdiagnostik

Wie man sieht, können die Beschwerden höchst unterschiedlich ausgeprägt sein. Und dies ist auch ein weiterer Grund dafür, dass die Histaminintoleranz in der Diagnostik von Krankheiten bis zum heutigen Tag ein Schattendasein führt. Zu vielschichtig ist die Symptomausprägung und zu langwierig der tatsächliche Nachweis dieser Krankheit.
Hinzu kommt eine wachsende Verbreitung histaminbedingter Gesundheitsstörungen in der Allgemeinbevölkerung, an der auch die Lebensmittelindustrie nicht ganz unschuldig ist.

Durch die industrielle Bearbeitung und lange Lagerung
von Nahrungsmitteln, die von Mutter Natur für
den direkten Verzehr vorgesehen waren, treten bei
bestimmten Nahrungsmittelgruppen hohe Histaminbelastungen auf,
die bei entsprechend empfindlichen Menschen ernste
Beschwerden auslösen können.

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Industrielle Lebensmittelbearbeitung und Histaminbelastung

Durch die zunehmende Industrialisierung bei der Herstellung von Lebensmitteln sinken zwar die Kosten der Endprodukte und nimmt gleichzeitig die Bequemlichkeit bei der Zubereitung der Speisen zu. Doch der Preis für diese Annehmlichkeiten ist hoch: Durch die industrielle Bearbeitung und lange Lagerung von Nahrungsmitteln, die von Mutter Natur für den direkten Verzehr vorgesehen waren, treten bei bestimmten Nahrungsmittelgruppen hohe Histaminbelastungen auf, die bei entsprechend empfindlichen Menschen ernste Beschwerden auslösen können. Eine Studie bewies, dass die industrielle Produktion von hochwertigen Nahrungsmitteln mit extrem niedrigem Histaminlevel möglich ist. Würde man diese Produktionsverfahren konsequent dort einsetzen, wo sich die Möglichkeit bietet, so könnte auch hier ein besserer Verbraucherschutz erreicht und die schadhaften Folgen der Unverträglichkeit von Histamin minimiert werden.

Quelle: Histaminintoleranz – Wenn Essen krank macht. Von Thilo Schleip. TRIAS Verlag

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