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Histaminintoleranz – Welche Ernährung ist richtig?

Wer eine Histaminunverträglichkeit hat, muss zahlreiche Lebensmittel meiden. Dazu gehören geräuchertes Fleisch, Salami und andere Wurstsorten, Nüsse, Sauerkraut, reifer Käse und Rotwein.
Menschen mit Histaminintoleranz haben zu wenig Diaminoxidase. Dieses Enzym sorgt für den Abbau des Histamins im Körper. Fehlt es, treten bei der Aufnahme von Histamin Beschwerden auf wie Hautekzeme, Durchfall oder Kopfschmerzen.
Die richtige Ernährung kann diesen Beschwerden entgegenwirken, so die Seite derneuemann.net.

Tipps für die Ernährung bei Histaminintoleranz

Je länger ein Nahrungsmittel reift, umso mehr Histamin enthält es. Zum Beispiel enthält reifer Käse mehr Histamin als junger Käse. Frische Lebensmittel sind am besten bekömmlich. Allerdings spielt die Zubereitungsart keine Rolle; Histamin ist resistent gegen Erhitzen oder Einfrieren.
Doch ist es empfehlenswert, die Gerichte selbst zuzubereiten, so werden versteckte Zusatzstoffe vermieden, wie sie ja in Fertig- und Halbfertiggerichten zwangsläufig enthalten sind.
Histamin in Flüssigkeiten wird vom Körper besonders gut aufgenommen. Daher sollte man Bier und Rotwein generell meiden. Für Alkohol allgemein gilt, dass er die Tätigkeit der Enzyme hemmt, die für den Histaminabbau sorgen. Daher ist Alkohol grundsätzlich nicht empfehlenswert. Auch eine Reihe von Nahrungsmitteln sollte gemieden werden.

Abdigest-histaminintoleranz

Welche Lebensmittel sollten vermieden werden?

Manche Lebensmittel enthalten besonders viel Histamin und sollten deshalb ganz vermieden werden. Das gilt besonders während der ersten Phase der Behandlung.
Später können einige Nahrungsmittel wieder schrittweise eingeführt werden. Man testet dann, wie die Reaktion darauf ist. Das ist ein individueller Prozess, er kann bei jedem Betroffenen anders verlaufen. Doch gibt es Nahrungsmittel, die grundsätzlich nicht empfehlenswert sind:

• Fleisch: Schinken, Salami, geräuchertes Fleisch
• Fisch: Fischkonserven, Meeresfrüchte, Tiefkühlfisch mit lückenhafter Kühlkette
• Tierisches Eiweiß: reifer Käse, laktosefreie Milch, Eiweiß
• Gemüse: Auberginen, Avocado, eingelegtes Gemüse, Sauerkraut, Spinat
• Obst: rote Pflaumen, Papaya, Erdbeeren, Himbeeren, Birnen, Zitrusfrüchte, Himbeeren, Bananen
• Süßigkeiten: Nougat, Marzipan, Knabbergebäck, Marmelade, Schokolade, Kakao
• Alkohol: Bier, Sekt, Rotwein
• Tee: Grüner Tee, Schwarzer Tee, Energy Drinks
• Sonstiges: Essig, Pilze, Hefe, Nüsse, scharfe Gewürze

Empfohlene Lebensmittel

Keine Sorge, der Speiseplan muss nicht einseitig werden. Es gibt viele Nahrungsmittel, die ohne Bedenken verzehrt werden können, weil sie kein Histamin enthalten oder nur sehr geringe Mengen davon. Das individuelle Austesten wird in jedem Fall nötig sein. Doch gibt es Erfahrungswerte, an denen Betroffene sich orientieren können. Hier ist eine Aufstellung von Nahrungsmitteln, die als gut verträglich gelten:

• Fleisch, Fisch: frisches Fleisch, fangfrischer Fisch
• Obst: Melonen, Kirschen, Litschi, Heidelbeeren, Aprikosen, Pfirsiche, Äpfel, Preiselbeeren
• Gemüse: grüner Salat, Mais, rote Beete, Zucchini, Kürbis, Lauch, Zwiebeln, Karotten, Knoblauch, Gurke, Kartoffeln, Brokkoli, Spargel, Mais
• Getreide: Haferflocken, Reismehl, Maismehl, Nudeln aus Dinkel, Mais und Reis, hefefreies                     Roggenbrot
• Milchprodukte: junger Käse, Joghurt, Frischkäse, Quark.
• Milchersatz: Reismilch, Kokosmilch, Hafermilch.
Es geht also nicht ohne eine Umstellung der Ernährung und bewussten Umgang damit.
Doch die Mühe lohnt sich: Wer von Histaminintoleranz betroffen ist, wird bei Berücksichtigung dieser Empfehlungen bald eine Linderung oder völliges Verschwinden der lästigen Symptome feststellen.

Bild: © JackF – Fotolia.com

 

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One comment

  1. Hallo Zusammen,

    jedem der sich schwer tut mit dem Einkaufen der richtigen Lebensmittel oder mit der Zubereitung, kann ich einen Blick auf Migrasolv.at empfehlen.
    Ich wohne alleine und kam mit dem „normalen“ Kochen schon nicht so richtig klar und als ich die Diagnose Histaminintoleranz bekam wurde das noch viel schlimmer. Klar gibt es Präparate die helfen, aber ich wollte zuhause möglichst histaminarm kochen.
    Auf der o. g. Seite habe ich Rezepte und Buchtipps gefunden, die mir sehr helfen.

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