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Medikamente und Histaminintoleranz

Für Betroffene von Histaminintoleranz ist die Ernährungsumstellung der richtige Weg. Histaminarme Nahrung trägt in vielen Fällen zur Linderung oder zum Verschwinden der Symptome bei. Doch nicht immer reicht dieser Schritt aus. Trotz bewusster Ernährung treten Beschwerden auf. Außerdem ist die komplette Vermeidung von Histamin nicht leicht zu realisieren. Hier können Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel helfen. In Frage kommen Vitamine, Enzympräparate und Antihistaminika. Das schreibt die Seite jucknix.de.

Vitamine bei Histaminintoleranz?

Für den Abbau des Histamins im Körper wird das Enzym DAO (Diaminoxidase) benötigt. Damit es wirkt, ist Vitamin B6 nötig, das hier als Coenzym fungiert. Eine Studie hat ergeben, dass 80 Prozent der Betroffenen in ihrem Blut besonders wenig Vitamin B6 hatten. Bei den Betroffenen wurde ebenfalls ein niedriger Spiegel von Vitamin C gemessen. Daraus entsteht die Annahme, dass auch Vitamin C den Körper beim Histaminabbau unterstützt.
Die Pharmaindustrie trägt dem Rechnung und bietet Präparate an, die Vitamin B6 und Vitamin C enthalten.

Betadianin

Antihistaminika und Enzyme

Antihistaminika blockieren die Wirkung des körpereigenen Histamins im Körper. Sie verhindern, dass sich das Histamin an Zellen heftet und so den Juckreiz auslöst.
Es gibt Antihistaminika, die beruhigend wirken und deshalb am besten vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Andere Antihistaminika eignen sich auch für die Einnahme tagsüber.

Enzympräparate gleichen den Mangel an dem Enzym DAO aus. Das bekannteste Enzympräparat ist Daosin. Hier sollte man sich genau über die Wirkungen und Nebenwirkungen beraten lassen.

Arzneimittel mit Histamin

Medikamente und Histaminintoleranz sind nicht immer ein „gutes Gespann“. Betroffene sollten aufmerksam auf die Inhaltsstoffe achten:

Es gibt viele Wirkstoffe, die den Histaminabbau im Körper hemmen. Möglich ist auch, dass sie die Freisetzung von Histamin fördern.
Beispiele für DAO-Hemmer in Medikamenten:

• Amitriptylin – enthalten in Antidepressiva
• Chloroquin – enthalten in Antirheumatika
• Clavulansäure – enthalten in Antibiotika
• Cyclosinsäure – enthalten in Antibiotika
• Diahydralazin – enthalten in blutdrucksenkenden Mitteln
• Theophyllin – enthalten in Mitteln zur Behandlung von Asthma

Manche Arzneimittel wirken auch als Histamin-Inhibitoren, sie setzen Histamin im Körper frei. Dazu gehören Schmerz- und Rheumamittel, Hustenmittel mit Codein und Schlafmittel mit Barbitursäure.

Wer Medikamente einnehmen muss, sollte sich mit seinem Arzt besprechen. Dieser kann oft einen alternativen Wirkstoff verordnen.

 

Bild: © jovanmandic – Fotolia.com

 

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