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Viele verschiedene Getränke
Verschiedene alkoholische Getränke stehen auf einer Holzbar. Rotwein, Coktails, Bier Histaminintoleranz

Alkohol, Süßes und Rauchen bei Histaminunverträglichkeit

Histaminintoleranz und die Abkehr von Genussmitteln

Wer die Diagnose erhält, an einer Histaminintoleranz zu leiden, der neigt schnell dazu, jegliche Form von Genussmittel zu verbannen, um die Symptome zu reduzieren. Doch muss es wirklich der Verzicht auf alle Genussmittel sein? Ein Blick auf Histaminintoleranz und Alkohol, Histaminintoleranz und Kuchen und Schokolade sowie Histaminintoleranz und das Rauchen verrät, wie es um diese Unverträglichkeit und das weite Feld der Genussmittel bestellt ist.

Histaminintoleranz und Alkohol: Sind Bier, Wein und Sekt absolut tabu?

Zugegeben, viele Alkoholika stehen nicht auf der Liste der Getränke, die mit Histaminintoleranz „erlaubt“ sind. Absolut tabu sind Champagner, Sekt und Rotwein. Diese drei alkoholischen Getränke enthalten Eiweißstoffe, die im Körper durch Bakterien abgebaut werden. Auf diese Weise entsteht Histamin, was in der Folge die Symptome einer Histaminintoleranz begünstigt.
In diesen Fällen ist Alkohol ein sogenannter Histaminliberator, da Histamin beim Alkoholabbau freigesetzt wird. Auch gibt es Alkoholika, die Putrescin, Cadaverin oder Tyramin enthalten, die ausgerechnet das Enzym verbrauchen, das für die Histaminverarbeitung im Körper zuständig ist. Damit kommen auch diese Getränke auf die rote Liste bei Histaminintoleranz.
Erschwerend hinzu kommen die unmittelbaren Auswirkungen von Alkohol im Darm. Die Durchlässigkeit der Darmwand erhöht sich, was bedeutet, dass Histamin noch schneller in die Blutbahn gerät. Die Konsistenz des Alkohols, also seine flüssige Form, erhöht die Histaminbelastung unmittelbar. Auch ein fallender Blutdruck und ein hochroter Kopf sind klassische Folgen nach Alkoholkonsum, die bei Histaminintoleranz noch stärker auftreten. Deswegen ist ein weitgehender Verzicht auf Alkohol bei Histaminintoleranz ein guter Weg, um mit der Unverträglichkeit besser umgehen zu können.

Bei einem Mangel an bestimmten Nährstoffen kann der Körper nicht genügend Diaminoxidase-Enzyme (DAO) zum Histaminabbau bereitstellen. Daher ist eine zuverlässige Vitalstoff-Versorgung das A und O bei Histaminintoleranz. Das Kombipräparat Betadianin unterstützt den Organismus mit einer Vitalstoffrezeptur, die speziell auf die Anforderungen einer Histaminintoleranz zugeschnitten ist (gesponsert).

Histaminintoleranz und Süßes: Dürfen Kuchen, Schokolade und Co. noch gegessen werden?

Die schlechte Nachricht heißt: Viel Naschbares hat einen hohen Histamingehalt und ist demzufolge für Menschen mit Histaminintoleranz tabu. Allerdings gibt es auch einen Lichtblick für die Fans von Kuchen, Eis und Dessert, denn wer genau hinguckt, findet beispielsweise in diesem Einkaufsratgeber zur Histaminintoleranz einige Tipps, welche Hersteller an Naschkatzen mit Histaminintoleranz gedacht haben.
Vor allem Grießbrei, Milchreis und Pudding ist bei einigen Herstellern histaminarm – und damit als süße Leckerei selbst bei Histaminintoleranz erlaubt. Von Dr. Oetker gibt es beispielsweise Vanille-Saucen, Kirsch-Grütze oder Pudding, die laut Herstellerangaben histaminarm sind. Coppenrath & Wiese steuert mit dem Mandel-Bienenstich histaminarmen Kuchen bei, auch der Käse-Streusel-Kuchen, der Kokos-Kuchen und die Lillifee Muffins mit Vanillegeschmack von Dr. Oetker lassen sich trotz Histaminintoleranz genießen. Zum Naschen zwischendurch und unterwegs sind die Zoo-Kekse von Leibniz eine Option. Schokoholiker mit Histaminintoleranz können beispielsweise Karamell-Riesen von Storck naschen.

Histaminintoleranz und das Rauchen: Wie wirkt sich Nikotin aus?

Das Ärzteblatt dokumentierte bereits vor einigen Jahren, dass Tabakrauch eine „bedeutende Histaminquelle“ sei. Dr. Wilhelm aus Memmingen weist in seinem Beitrag daraufhin, dass eine histaminarme Diät allein für Raucher mit Histaminintoleranz keine Linderung der Symptome bedingen wird. Mit dem Rauchen aufzuhören, sei daher für Menschen mit Histaminintoleranz der einzige Weg, um einen großen Histamintrigger, das Nikotin, auszuschalten.

Mehr zu diesem Thema: Histaminintoleranz – Diagnose finden, Auslöser erkennen, Ernährung anpassen (gesponsert).


Bildquelle, Adobe Media a, Von Atsushi Tada